

Beim ADS steht die Konzentrationsstörung im Fordergrund, beim ADHS kommt zusätzlich noch die motorische Unruhe, die Hyperaktivität dazu.
Die einzelnen Symptome, die zu diesen Erkrankungen gehören, entnehmen Sie bitte der einschlägigen Literatur. Auch im Internet sind viele interessante Seiten zu diesem Thema. Für Interessierte möchte ich besonders auf die Seiten sogenannter alternativer oder naturkundlicher Autoren hinweisen, die andere Behandlungsansätze aufzeigen als es die Schulmedizin vermag. Es geht in vielen Fällen auch ohne Ritalin.
An dieser Stelle möchte ich kurz die Behandlungsansätze für ADS und ADHS die in meiner Praxis angewendet werden skizzieren.
Zunächst erfolgt eine gründliche Anamnese mit den Eltern, wobei insbesondere auf die frühkindliche Entwicklung wert gelegt wird. Häufig stellt
sich dabei heraus, dass bereits im Säuglingsalter erste Auffälligkeiten vorhanden waren, die aber nicht als solche bemerkt oder ernst genug genommen
worden sind. Sehr oft handelt es sich um unbehandelte frühere KISS-Kinder? und aus dem
KISS (Kopfgelenk InduzierteSymmetrieStörung) ist nun ein
KIDD (Kopfgelenk Induzierte Dysgnosie und Dyspraxie)geworden.
Dann schaut sich die Therapeutin das Kind genau an, beobachtet es bei verschiedenen motorischen Aufgabenstellungen und macht einen Haltungs- und Bewegungsbefund.
Dieser wird dann mit den Eltern besprochen, wobei es wichtig ist, dass bestimmte Übungen auch regelmäßig zu Hause durchgeführt werden. Es
kann auch sinnvoll sein, den Klassenlehrer über bestimmte Übungen, die das Kind auch in der Schule machen soll, zu informieren. Die meisten Lehrer
nehmen dies gerne an und wenden es dann für alle Kinder an. Diese Übungen zur Verbesserung der Konzentration stammen zum großen Teil aus der
Edu-Kinestetik; viele Lehrer haben bereits Fortbildungen in diesem Bereich gemacht und führen die
Übungen mit den Kindern regelmäßig durch.
Dazu kommen Übungen zur Tonusregulation, Gleichgewichtsschulung, Koordinationsschulung, Dehnungen und vieles mehr.
Parallel dazu oder bevor die Übungen beginnen, führen wir osteopathische oder Craniosacraltherapeutische Behandlungen durch. Diese behandeln eher die Ursachen der Auffälligkeiten; z. B. Kopfgelenksblockierungen, Schädelbasisverschiebungen, Energiezysten, emotionale Blockaden u. v. m. (vergl. auch Osteopathie und CranioSacraltherapie).
In Einzelfällen kann es sinnvoll sein, die Mutter auch zu behandeln, wenn diese damit einverstanden ist.
Die Behandlung von ADS - und ADHS- Kindern bezieht immer die ganze Familie mit ein. So werden manchmal Ernährungsumstellungen notwendig und fast immer die Umstellung der bisherigen Lebensweise, Stichwort Computer und Co.
Mit der Kombination dieser verschiedenen Therapien haben wir bisher gute Erfolge gehabt.
Aber wie immer gilt: Eine Garantie gibt es nicht.
Nicht zuletzt möchte ich noch darauf hinweisen, dass nicht jedes hyperaktive Kind automatisch ADHS hat. Hier wäre dann der Behandlungsansatz ein anderer.