

Bei einer Kinderrückenschule wird Kindern alles Wissenswerte zum Thema Rücken, Wirbelsäule und Haltung vermittelt. Anders als in der ?normalen Schule geschieht das mit Spaß und im spielerischen Rahmen. Das theoretische, kindgerechte und altersgemäße Wissen wird sofort praktisch in Bewegungen, Spiel und Spaß umgesetzt. So kann es auch demnächst passieren, dass Mama oder Papa gezeigt wird, was sie falsch machen und wie es richtig geht.
Die Kinderrückenschule richtet sich an fast alle Kinder. Um Langeweile oder Überforderung vorzubeugen, werden die Kinder in zwei Altersgruppen
zusammengefasst: 3-5 Jahre und 6-8 Jahre. Die Gruppenstärke liegt je nach Alter der Kinder bei 4-6 Kindern.
Kinder mit schweren Behinderungen und extremen Verhaltensauffälligkeiten sind als Teilnehmer für die Rückenschule nicht geeignet sondern
benötigen eine Einzeltherapie.
Die Kinder erlernen mit Hilfe von zwei lustigen Figuren, Willi Wirbel und Kuno Krumm, zwischen rückenschonendem und rückenschädlichem Verhalten zu unterscheiden. Sie lernen rückenschädliches Verhalten durch andere Bewegungen oder Haltungen zu ersetzen. Die Inhalte sind auf den Alltag des Kindes ausgerichtet und berücksichtigen Tätigkeiten wie lesen, malen und spielen, Hausaufgaben machen und wie man am “leichtesten” einen Tornister trägt.
Der Kurs wird an 6 Nachmittagen durchgeführt. Die Einheiten dauern jeweils eine Stunde. Zusätzlich wird ein Elternabend angeboten, an dem die Eltern über Inhalte und Durchführung informiert werden. Des Weiteren wird auf wichtige Themen, wie z. B. die Wahl des richtigen Stuhls und Schreibtisches für das Kind eingegangen.
Warum aber eine Rückenschule für Kinder, die keine Rückenprobleme haben?
Da lässt sich zum einen anführen, dass Kinder sehr früh schon sehr schnell lernen. Des Weiteren schleichen sich rückenschädliche
Haltungen und Bewegungsmuster schon sehr früh in das Alltagsverhalten der Kinder ein. Die Kinder fangen bereits im Wachstum an, ihren Rücken falsch zu
belasten. Rückenprobleme wie Skoliose oder Bandscheibenprobleme sind fast schon vorprogrammiert. Was ist da naheliegender, als den Kindern spielerisch einen
besseren Weg zu zeigen und ihnen dadurch ein mühsames Umlernen des Verhaltens zu ersparen.